Das Leben der EJ seit der Gründung Festschriften und
kleine Chroniken zu Jubiläen der Egerland-Jugend (EJ) und der Gmoin
wurden schon einige im Laufe der Jahre erstellt. Besonders ragen
hierbei die Egerländer aus Offenbach, Stuttgart, Geretsried, Ingolstadt, München und Heidelberg
heraus. Dies hier soll eine Chronik der EJ in Bund und Land sein, die
jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, da die übermittelten
Aufzeichnungen und Dokumente - insbesondere der 50er und 60er Jahre -
recht lückenhaft sind. Die ersten Schritte Überall
dort, wo nach der Vertreibung der Egerländer Gmoin entstanden sind,
fanden sich auch recht bald Jugendliche zusammen, um neben dem
geselligen Beisammensein, auch Egerländer Volksgut aufleben zu lassen.
Die Gruppen waren und sind überkonfessionell, überparteilich und fühlen
sich seit Anfang an als ein Teil der Sudetendeutschen Jugend und der
DJO - heute Deutsche Jugend in Europa. Egerländer Volkstänze und
Mundartlieder wurden gepflegt, wie sie in Nordwestböhmen entlang der
Eger und im Süden in den Böhmerwald hinein zu Hause waren. 700 - 800
Jahre alt war die Tradition, die 1945 so jäh abgebrochen wurde. Bereits 1950 wurde beim Egerlandtag in Schwäbisch Hall der Bad Tölzer Jugendleiter Georg Hüttl vom Bundesvorstand des Bundes der Egerländer Gmoin (BdEG) mit dem Amt des Bundesjugendleiters betraut. Nachdem dann 1952 in Bayern unter Seff Heil und Albin Theimer (beide München) die Egerland-Jugend in Naring
(Oberbayern) zusammen kam, tat sie dies auch auf Bundesebene am
23.11.1953 in Nürnberg. Als Geburtsjahr der Egerland-Jugend nehmen wir
demnach das Jahr der ersten Gruppengründungen in Bayern, 1952 an. Eine
Ausnahme bildet hierbei die Egerland-Jugend in München. Sie wählten nachweislich schon 1950 einen Gruppenvorstand. Die EJ-München war schon in den 50er und frühen 60er Jahren eine sehr aktive und beispielhafte Jugendgruppe. Im
Jahr 1957, das vom Bund der Egerländer Gmoin zum "Jahr der
Egerland-Jugend" verkündet wurde, hatten sich bereits 70 Gruppen der
Egerland-Jugend gebildet: 35 in Bayern, 16 in Baden-Württemberg, 12 in
Hessen, 1 in Hamburg, 1 in Berlin, 1 in Köln und 4 in Österreich. Bei
dem Gründungsfest in Nürnberg wurde die erste Bundesjugendführung
gewählt, welche die begonnene Jugendarbeit der Länder einheitlich
zusammenführen sollte. Erster Bundesjugendleiter wurde Albin Theimer aus München. Die Bundesjugendführung setzte sich hohe Ziele und setzte viel daran, sie auch zu erreichen. Albin Theimer,
der in Bayern schon Aufbauarbeit leistete, konnte nun mit seiner
Erfahrung anderen Landesverbänden hilfreich zur Seite stehen.
Schulungsblätter, von Führungsmitglied Albert Reich (Stuttgart)
verfaßt,und einzelne Tanzbeschreibungen wurden an die immer mehr
werdenden EJ-Gruppen verteilt. Das erste Liederbuch der Egerländer, das
1952 von Dr. Alois Bergmann (Bad Tölz) herausgegeben wurde, war von großem Nutzen. Es
wurde versucht einen Jugendverband aufzubauen, der ohne große
Vereinsmeierei und Heimattümelei sowohl jugendpflegerisch als auch
kulturell und heimatpolitisch tätig sein sollte. Es folgten zahlreiche
Schulungen für Führungskräfte aus den Gruppen. Hessens
Landesjugendleiter Andi Dietl (Heppenheim) brachte die
Ausrichtung der EJ beim 1. Landesjugendtag der Egerland-Jugend in
Hessen, am 10.Februar 1957 in Frankfurt/Main, auf den Punkt. Er sagte
in seinem Grußwort: "...es gehe heute darum, den jungen Egerländern
als europäisch denkenden deutschen Menschen zu erziehen, der in der
volksstammlichen Diaspora gewillt ist, das Ureigenste seiner Ahnen
aufrecht zu erhalten. Das könne man aber nicht nur im vereinsmäßigen
Gmoileben erreichen, sondern dies bedarf einer bewegten Förderung und
Erziehung der Jugend in der Gmoi als Grundprinzip der Gmoitätigkeit
überhaupt. Dabei sei aber nicht außer acht zu lassen, daß die drei
Faktoren der Erziehung - Eltern, Kirche, Schule - nicht durch den
vierten Faktor der EJ-Arbeit, ersetzt werden können, sondern daß dieser
Faktor nur eine ergänzende Wirkung haben kann. Durch diese Ergänzung
soll jeder erst ein ganzer Mensch werden, der sich in die gesamte
Arbeit der Egerland-Jugend sinngemäß einordnet, so daß der
Gesamteindruck einem Diamanten gleichkommt, der bei jeder Drehung und
Bewegung seine Vollkommenheit zeigt!..." Einige
Spendenaufrufe der Egerland-Jugend und des Bundes der Egerländer Gmoin
ergaben einen guten finanziellen Grundstock für die Arbeit der
Landesführungen und der Bundesführung. 1962 wurde sogar eine "Hilfsaktion für die Egerland-Jugend" ins Leben gerufen, mit der großen Überschrift: "Finanzielle Sorgen gefährden unsere Jugendarbeit!" Nach
10-jähriger Tätigkeit standen wir vor der Frage: War unsere Arbeit
umsonst? Wie wir heute wissen, war sie es nicht! An dieser Stelle
vielen Dank an die vielen Spender die mit ihrer Großzügigkeit auch
geholfen haben die EJ am Leben zu halten. Manigfaltige
Jugendlager, Winterfreizeiten, Sommerfreizeiten der Länder,
Osterfreizeiten und Ausflugsfahrten waren hilfreich die jungen
Egerländer "zusammenzuschweißen". Die Teilnahme an den Veranstaltungen
der Egerländer Gmoin, des Bundes der Egerländer Gmoin, der
Sudetendeutschen Landsmannschaft und -Jugend, der Deutschen Jugend des
Ostens (heute Deutsche Jugend in Europa) und des Bundes der
Vertriebenen waren und sind obligatorisch und erlebnisreich. Das
Aufgabengebiet der EJ hat sich in den Jahren um ein vielfaches
erweitert und verändert. So werden nicht nur Volkstänze, Volkslieder
und Mundarttexte vermittelt, sondern auch Land und Leute des Egerlandes
selbst den Mitgliedern nähergebracht. Es ist dem Egerländer
Volksstamm gelungen, mehr als 50 Jahre nach der Vertreibung seine junge
Generation in hervorragender Weise in seinen Verbänden zu halten und
Verantwortung mittragen zu lassen. Dies zeigt sich darin, daß zum
Beispiel der derzeitige Bundesvüarstäiha - und auch einige seiner
Stellvertreter - ehemalige Bundesjugendführer der EJ waren! Man
muß sich fragen, welchen Sinn sehen die Verantwortlichen des BdEG
darin, das Egerland-Erbe zu erhalten und welche Ziele haben sie sich
bei der weiteren Entwicklung für die Zukunft gesteckt? Allein die
Erhaltung der Volkstracht und der kulturellen Werte kann der Grund
nicht sein. Ein recht klares Ziel, wenn auch ein Fernziel, ist es was
viele der Egerland-Jugend beseelt: Das Wissen um die Geschichte
Ostdeutschlands und die Schaffung eines geeinten Europas ohne Grenzen.
Diese Aufgaben und Ziele sind schon von Anbeginn in der Arbeitsordnung
der Egerland-Jugend verankert. Zuletzt wurde diese Arbeitsordnung beim
12.Bundesjugendtag 1979 in Marktredwitz novelliert. Große Aufgaben werden gemeistert Eine
der vorrangigsten und auch aufwendigsten Aufgaben der EJ-Bundesführung
war die Versorgung der jungen Egerländer mit Egerländer Trachten.
Trachtenschneider wurden ausfindig gemacht und mit passenden Stoffen
versorgt. Die Gmoin in welchen eine EJ-Gruppe gegründet wurde
versorgten teilweise zusammen mit den Landesjugendführungen die EJ`ler
mit Trachten. Eine EJ-Trachtenbeschaffungsstelle wurde in
Baden-Württemberg von Albert Reich (Stuttgart) und Walter Schmirler (Gerlingen) eingerichtet. Traudl Schmidt (Bad Tölz) übernahm die EJ-Trachtenbeschaffungsstelle des Bundes und leitete diese bis zur Übergabe 1994 an Petra Glaßl
(Hungen). In den sechziger und siebziger Jahren, in denen viele
Trachten hergestellt werden mußten, kam es ein wenig zur
"Vereinheitlichung" der vielfältigen und schönen Egerländer Trachten.
Grund dafür war die Vielzahl herzustellender Trachten und die daraus
resultierenden hohen Kosten für Stoffe u.s.w.. Seit Mitte der achtziger
Jahre ist erfreulicherweise zu erkennen, daß immer mehr Trachten von
ihren Trägern selbst finanziert - von Zuschüssen der Trachtenförderung
abgesehen - und hergestellt werden. Diesem Umstand ist es zu verdanken,
daß die sieben Egerländer Frauentrachten und die Egerer Männertracht
wieder großer Vielfalt zu sehen sind. Hilfreich war hierbei auch die
Schaffung von Trachtenbeauftragten in Bund und Land in den Gmoin und
der EJ. Einer von vielen der erwähnenswerten Höhepunkte in der
Geschichte der EJ ist der Egerlandtag 1957 in Wiesbaden. Der damalige
Bundesjugendführer Seff Heil und seine Braut Eleonore Holl (Sulzbach-Rosenberg) wurden von Abt Petrus Karl Möhler (Kloster Schönau) im Anschluß an einen großartigen Egerländer Hochzeitszug im Rahmen des Egerlandtages getraut. Seff und Lore zu Ehren ließen sich viele EJ`ler die Teilnahme an diesen Festtagen nicht nehmen. Die Festspiele der EJ, dies waren da "Wallensteins Lager" der EJ-Baden-Württemberg beim Egerlandtag 1959 in Ulm, und "Der Schlick von Falkenau" der EJ-Hessen
beim 3.Landestreffen der Egerländer 1964 in Marburg, sind unter anderem
ein Beweis für den Ideenreichtum der EJ. Laientheater, allerdings in
kleinerem Rahmen, werden auch heute noch von einigen EJ-Gruppen oder
Spielscharen dargeboten. In letzter Zeit von der EJ-Geretsried und von der Laienspielgruppe der Gmoi Stuttgart. Mit
der ersten Egerland-Jugendwoche im Sommer 1969 im Egerländer Waldhof in
Querenbach bei Waldsassen - im historischen Egerland - war es leicht
über das Egerland zu sprechen und den Zusammenhang der
Vertreibungsgeschichte mit ihren Folgen zu vermitteln. Mit
Beginn der siebziger Jahre wurde die Idee einer Winterfreizeit am
Feldberg im Schwarzwald geboren. Anfangs unter der Leitung des
damaligen Bundesjugendführers Albert Reich wurden diese
Freizeiten im Winter mit bis zu 130 Teilnehmern durchgeführt. Diese
Winterfreizeiten, die in kleinerem Umfang bis heute an verschiedenen
Orten (Brixen, Füssen, Oberstdorf, Aldein/Südtirol) durchgeführt
werden, sowie die Sommerfreizeiten der Länder waren und sind sehr
hilfreich zur Mitgliederwerbung für die örtlichen EJ-Gruppen und zur
Vermittlung von Wissen über das Egerland. Das gemeinsame Miteinander
und der Spaß standen natürlich zu keinem Zeitpunkt im Hintergrund. An
dieser Stelle sei all denen gedankt die in aufopfernder Art und Weise
die Freizeiten in Bund und Land organisierten und betreuten. Was die
"Ur"-Freizeiten und Osterwochen (ab 1956) in Schluchsee und Herrenwies
sowie am Feldberger "Hebelhof" betrifft, seien hier besonders die
"alten Hasen" Seff Heil und Albert Reich sowie Lisl Markgraf (Stuttgart) und in den Achtzigern dann Dieter Markgraf
(Stuttgart) genannt. Im Sommer fuhr man mit kleinerer Mannschaft zu
Freizeiten nach Zwiesel u.a. Juhe`s. Etwas später wurden die
Sommerfreizeiten der EJ von den Landesjugendführungen ausgerichtet. Die
Osterwoche 1974 am Feldberg gilt als gutes Beispiel für die Vermittlung
von Egerländer Osterbräuchen unter anderem durch die Landeskulturwarte Hans Boltek (Burghausen) und Willi Starck
(Stuttgart). Diese Osterwoche war eine Metamorphose von Mai(d)la u Boum
aus 15 Gmoin in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Altvertraute
Gesichter aus früheren Freizeiten sah man wieder. Aus früheren
Nurteilnehmern sind Führungskräfte der EJ und der Gmoin geworden! Eine
feste Feldbergeinrichtung war die Teilnehmer-Dreiteilung. In diesen
Freizeitjahren gab es regelrecht metamorphische Merkmale festzustellen,
oder auf deutsch gesagt, reinste Umwandlungen der Teilnehmer. Worum es
ging? Die schon genannte Dreiteilung der Teilnehmer in "Wiwala",
"Mittelgebirgler" und "Kellergeister", die die Teilnehmer in
Altersgruppen einteilte, gab immer wieder Anlaß zu Diskussionen und zu
Bestrebungen - vorallem der Wiwalan und der Mittelgebirglern - in die
nächst höhere "Kaste" aufzusteigen. Bei Oster- und
Winterfreizeiten am Feldberger "Hebelhof" gab es unmittelbar nach
Ankunft sofort vieles was organisiert werden mußte. So zum Beispiel:
Hausbank einrichten, Jahresfrist der Tetanusimpfungen feststellen,
Zimmerälteste wählen, Geburtstagskinder notieren und Skigruppen
einteilen und mit Namen (Egerländer Städtenamen) versehen. Desweiteren
hatte das Betreuerteam jeden Abend Lagebesprechung zur Festlegung von
Tagesplänen und Küchendiensten. Der Weg fürs Ratschen und Rumpeln war
festzulegen und der evangelische Kirchgang war genauso eingeplant wie
die katholischen Beichtzeiten bis hin zu den hl.Messen. Freizeiterprobt
waren ja alle Betreuer von Sommerfreizeiten in Bund und Land, aber
diese Osterwochen mit den Osterbräuchen waren anstrengend. Das trotzdem
der Humor den Betreuern erhalten blieb, bewies ein dem
Bundesjugendführer und Freizeitleiter Albert Reich zugeschobener Zettel, worauf geschrieben stand: "Froh bin ich, wenn die Glocken wieder läuten!!" Diese
Freizeitmaßnahmen der Bundesführung der Egerland-Jugend hatten auch ein
hohes Ansehen beim Bund der Egerländer Gmoin was sich an den Besuchen
und Grußbriefen von zahlreichen Amtswaltern aus Bundesvorstand und
Landesvorständen zeigte. Sogar Ministerpräsidenten, Staatssekretäre und
Ministerialräte grüßten die EJ! Zur selben Zeit, genauer am 10./11.Juli 1971, wurde von Bundesjugendführer Albert Reich
in der Geigenbauersiedlung in Bubenreuth zum 1.Bundestreffen der
Egerland-Jugend mit Wettbewerben in Singen, Volkstanz und Heimatkunde
durchgeführt. Dieses erste Bundestreffen stand unter dem Motto: "Wenn die Guten nicht kämpfen, siegen die Schlechten"
(Plato). Damals trafen sich 176 EJ´ler in Bubenreuth; wer hätte
gedacht, daß dieses Treffen Jahre später über 600 Jugendliche anzieht!
Wer hätte ebenso geglaubt, daß die Bundesführung der Egerland-Jugend
bis heute jedes Jahr diese Bundestreffen organisieren darf! Die
regelmäßigen Arbeitstagungen und Sitzungen der Landes- und
Bundesführungen waren und sind oft ein Wechselbad zwischen kontroversen
Diskussionen und humorvollen Wortbeiträgen. Das langjährige
BJF-Mitglied Fritz Preis (Waldkraiburg) hat seine Gedanken in
zahlreichen Illustrationen und Texten zum Besten gegeben. So zum
Beispiel folgender Eindruck einer BJF-Sitzung 1973: "Eine Sitzung
der EJ-Bundesführung kann mit einer Mauer verglichen werden. Albert
Reich ist der Maurermeister (Neben ihm 5 Zentner Akten). Rechts von ihm
sitzt die schweigende Mehrheit aus Baden-Württemberg, genannt die
Schweigemauer. Auf der linken Seite sitzt die Opposition aus Bayern und
Hessen, genannt die Klagemauer. Und um die ganze Szene herum sitzen die
Mauerblümchen." Einige EJ-Gruppen können auch auf Auftritte und Fahrten im Ausland zurückblicken. So z.B. die EJ-München in Brasilien und Belgien und die EJ-Stuttgart in Frankreich und Katalanien. EJ-Gruppen wie zum Beispiel München, Stuttgart, Ingolstadt sowie die Musikgruppen aus Heidelberg und Hirschhorn
u.a. waren auch schon gefragte Gäste bei volkstümlichen Sendungen in
Funk und Fernsehen. Bei zahlreichen Fahrten zu gemeinsamen Auftritten
oder auch privaten Ausflügen ist es selbstverständlich, daß besondere
Erlebnisse und daraus entstandene gerne erzählte Anekdoten nicht
ausbleiben. So erzählt man z.B. in Münchner Alt-EJ-Kreisen von der
Fahrt zum Nordgautag 1962 nach Tirschenreuth. Nach einer Rüge des
damaligen Gruppenleiters von München und Landesjugendführers von Bayern
- beides damals Ernst Schneider (München) - an einem Boum der
Gruppe, weil er seine Trachtenhose zu Hause vergessen hatte, mußte auch
jener Gruppen- und Landesführer feststellen, daß auch seine
Trachtenhose nicht auf dem Weg nach Tirschenreuth war. Noch heute wird
bestätigt, daß die Schadenfreude keine geringe war. Ein weiterer Glanzpunkt in der EJ-Geschichte war auch der Sudetendeutsche Tag in Wien 1983. EJ-Gruppen aus Heidelberg, Stuttgart und München,
mit zusammen 25 Tanzpaaren, repräsentierten die Egerländer beim
Volkstumsabend der Sudetendeutschen Jugend in der Wiener Stadthalle vor
16.000 Gästen. Einzigartiges ist der Bundesjugendführung der Egerland-Jugend, unter der Leitung von Günther Müller
(Bad Homburg), mit der Errichtung des Buchdienstes der Egerland-Jugend
gelungen. Dieser Buchdienst umfaßt nahezu alles lesenswerte und
interessante über Geschichte, Vertreibung und Kultur der
Sudetendeutschen - insbesondere natürlich der Egerländer. Die
Egerland-Jugend beschränkte sich aber nie darauf bestehende bzw.
überlieferte Tänze und Lieder zu pflegen, sondern sie schuf auch
allerhand Neues. Bei den Neuschöpfungen im Volkstanzbereich taten sich
hier bisher besonders die Gruppen aus Offenbach, München und Ingolstadt hervor. Auf
dem Gebiet der Instrumentalgruppen oder der Volksmusik hat die
Egerland-Jugend im Laufe der 45 Jahre einiges Hörenswerte erlebt.
Einige Musikanten waren so erfolgreich, daß es sogar bis hin zu
Schallplattenaufnahmen und Fernsehauftritten reichte. Wiederum andere
Musikanten hatten den Willen und den Mut Egerländer Volksmusik zu
pflegen, scheiterten aber an fehlender eigener Musikalität. Bei den
ersteren wären da noch vielen in Erinnerung: die EgerländerBlasmusikSulzbach-Rosenberg, die EgerländerDudelsackmusik Heidelberg, die Egerländer DudelsackmusikMarktredwitz, die Egerländer Familienmusik Hess aus Hirschhorn, das Jugendblasorchester der EJ-Bad Brambach und neuerdings die Egerländer Blasmusik aus Geretsried und Bubenreuth. Die
junggebliebenen Egerländer, d.h. die ehemals aktiven EJ`ler haben im
Landesverband Hessen etwas besonders wertvolles vollbracht. Auf
Initiativen von Gerlinde Kegel (geb. Ortmann), Karl Huyer und Horst Unterstab
- alle hessische Landesjugendführer a.D. - wurde 1985 erstmals ein
großes Ehemaligentreffen der EJ-Hessen im DJO-Landesheim in
Rodholz/Rhön organisiert. Ein freies Wochenende im Zeichen des
Egerländer Volkstanzes und des Volksliedes sowie nicht zuletzt der
"alten Zeiten" wegen war schnell gefunden. Diese Treffen werden bis
heute mit einer Teilnehmerzahl von bis zu 35 Personen durchgeführt
Teilnehmer sind EJ`ler der ersten Stunde sowie der 70er und 80er Jahre.
Nach der "sanften Revolution" 1989 in Mitteldeutschland gründete sich dort die erste Egerland-Jugend am 7.September 1991 in Bad Brambach im Elsterland. Diese Gruppengründung ist in hohem Maße auch ein Verdienst der EJ aus Braunfels
(Hessen) die bewußt partnerschaftlichen Kontakt zu einer
Volkstanzgruppe im Vogtland oder im Erzgebirge suchte. Auf eine
diesbezügliche Zeitungsanzeige der Braunfelser antwortete das Jugendblasorchester Bad Brambach. Seit der Gründungsfeier im Herbst 1991 besteht auch eine offizielle Patenschaft der EJ-Braunfels zur neuen EJ-Bad Brambach. Eine
weitere große Aufgabe der EJ-Bundesführung ist seit Mitte der achtziger
Jahre die Bewirtung der Gäste bei den traditionellen Egerlandtagen in
Marktredwitz geworden. Von 1989-93 fanden auf Initiative von dem damaligen Landeswartes für Egerländer Volksmusik des BdEG Baden-Württemberg Erich Baumann (Heidelberg) und den Musikanten der Egerländer Familienmusik Hess
(Hirschhorn) Musikantenfreizeiten in Ehningen bei Böblingen statt. Bei
diesen Freizeiten stand das musische in Gesang und Musik aus dem
Egerland im Vordergrund. Einen unvergeßlichen Rahmen gab der
Veranstaltung das Osterbrauchtum, das man über die Osterfeiertage
pflegte. Am nächtlichen Ostersamtag war der Kirchgang in Ehningen
angesagt, bei dem die musikalischen Egerländer auch den Gottesdienst
mitgestalteten. Leider ist diese Freizeit, die jedes Jahr zu Ostern
stattfand, nur ein Jahr nach dem Tode unseres Erichs auch gestorben. Nach
dem Fall des "Eisernen Vorhangs" und laut Artikel 30 des
Deutsch-Tschechischen Nachbarschaftsvertrages von 1992 wurde möglich,
was der EJ schon länger am Herzen lag: die Pflege bzw. den Erhalt von
Kulturdenkmälern und Egerländer Friedhöfen. Da der Erhalt von
Egerländer Kulturdenkmälern für die EJ zu aufwendig und kostspielig
ist, verlegte man sich 1991 unter der Leitung von Bundesjugendführer Dieter Markgraf
auf die Friedhofspflege. Ausgesucht wurde der Klosterfriedhof des
Stiftes Tepl, der wie man erfahren mußte, in einem erbärmlichen Zustand
war. Der erste Arbeitseinsatz im Mai 1991 war eine nahezu beispiellose
Schinderei. 2-3 Meter hohes Gras und Gestrüpp hatten den Friedhof nicht
als einen solchen erkennen lassen, wäre da nicht in der Mitte das alles
überragende schmiedeeiserne Kreuz gewesen. Mit Sensen und Rechen
konnten wir in vier Tagen, von Hohenberg a.d. Eger aus operierend, nur
die Hälfte des Friedhofes freilegen. Ein Jahr später konnten wir schon
mit Motorsense, Stromaggregat, elektrischen Scheren und Rasenmähern
aufwarten. Bundesvüarstäiha Seff Heil, der sich die Mithilfe
nicht nehmen lies, war einigemale damit beschäftigt - da
Elektrikermeister - die Elektrokabel der Scheren zu reparieren, welche
von den Bedienern der Geräte bei Unachtsamkeit durchtrennt wurden. Seit
der zweiten Aktion sind wir im Hospiz des Klosters untergebracht, was
uns die tägliche Anfahrt sehr erleichtert. Schon nach drei Jahren
Arbeit sah man, daß der Friedhof begehbar und auch ansehnlich ist. Bei
manchem Gesprächen mit älteren Landsleuten wurden wir in unserer Arbeit
bestätigt, wenn wir hörten, daß der Friedhof besucht wird und auch
jemand ein vermißtes Grab entdeckte. Was unter Dieter Markgraf begann, von Bernhard Glaßl übernommen wurde, wird bis heute unter Führung des derzeitigen Bundesjugendführers Volker Jobst fortgeführt. Die Bundestreffen der Egerland-Jugend Die
Bundesjugendtreffen sind, wenn man den Vergleich mit Jugendverbänden
anderer landsmannschaftlichen Gliederungen anstellt, etwas
herausragendes! Seit dem bereits erwähnten 1.Bundestreffen der
Egerland-Jugend 1971 in Bubenreuth, wird bis heute jedes Jahr dieses
Treffen mit Wettbewerben durchgeführt. Auch in diesen von der
Bundesjugendführung organisierten Treffen ist die Egerlandverbundenheit
der Egerländer erkennbar. Die bewährten Grundstrukturen der
Veranstaltungen haben sich in den Jahren kaum verändert. Wettbewerbe in
Singen, Tanzen, Heimatkunde, Mundart und Musik, Volkstumsabend mit
einem Querschnitt der Arbeit der EJ, Gottesdienst und Offenes Tanzen
und Singen für die Bevölkerung des Austragungsortes mit anschließender
Siegerehrung. Rund um diese festen Bestandteile der Bundestreffen baut
die Bundesjugendführung bei der Planung individuell noch ein
Rahmenprogramm ein. Als besondere Höhepunkte solcher Rahmenprogramme
wären zu nennen: - 1973 Konzertveranstaltung mit Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten in Kornwestheim,
- 1977 Bummel durch den Olympiapark Münchens und die Messe im Liebfrauendom,
- 1978
Neckarfahrt ab Heidelberg, Offene Tanzen und Singen im Heidelberger
Schloß und der Besuch des Baden-Württembergischen Innenministers Dr.Lothar Späth, der eigens zum Egerländer Notenbüchl mit einem Hubschrauber eingeflogen wurde,
- 1982
Tanzen und Singen auf den "Kocherwiesen" anläßlich der Eröffnung der
3.Landesgartenschau Baden-Württembergs in Schwäbisch Hall,
- 1983 Kurkonzert und das Offene Tanzen und Singen in der schönen Stadt Braunfels,
- 1985 Teilnahme einer Delegation alter und junger Egerländer aus Neuseeland in Wendlingen,
- 1992 Platzkonzert im "Blühenden Barock" Ludwigsburg,
- 1995 Jubiläumstreffen in Ditzingen,
- 2002 50 Jahre Egerland-Jugend, im Rahmen des 32. Bundestreffens in Rodgau.
Besonders
erwähnenswert ist auch der geistliche Beistand, den die Egerland-Jugend
bei den Bundestreffen erfährt. Von 1971 bis 1985 begleitete der Abt des
Stiftes Tepl, Dr.Wolfgang R.Böhm († 1985) die EJ und zelebrierte die Pontifikalmesse am Sonntag des Treffens. Nach dem Tod von Abt Böhm, der auch regelmäßiger Besucher von EJ-Freizeiten war, feierten wir mit Pater Norbert Schlegel OPräem (Brannenburg) ab 1986 bis heute die Gottesdienste. Bei
diesen Bundestreffen seit 1971, die ja einiges an Organisationstalent
abverlangen, geht natürlich auch das eine oder andere im Vorfeld oder
auch noch beim Treffen schief. So kann man in einem Bericht des
2.Bundestreffen der Egerland-Jugend in Kaufbeuren-Neugablonz folgendes
lesen: "...in der folgenden Pause zwischen den Wettbewerben und dem
Volktumsabend war für die Gruppen Zeit zum Ausruhen und zum Abendessen.
In dieser knappen Zeit mußte nun EJ-Bundesführer Albert Reich
die Programmfolge für den Volkstumsabend zusammenstellen. Was den Tag
über in Stichworten notiert wurde, mußte nun noch verfaßt und kopiert
werden. Tiefsinnig, ständig den Text des Abends vor sich hinsprechend -
Mucksmäuschenstille im Raum - saß Albert Reich am Tisch; Walburga Steffan
stenografierte und die Zeit verflog. Alles wurde ferngehalten um seinen
Redefluß nicht zu hemmen. Kurz vor Beginn des Volkstumsabends
verschwand Walburga Steffan im Schreibzimmer des Hotels, aus
dem von Zeit zu Zeit ein reingeschriebenes Blatt gebracht wurde.
Währenddessen hatten sich im Stadtsaal in Kaufbeuren die Gäste und
EJ`ler versammelt und harrten mit Spannung des Kommenden. Seff Heil und Monika Lorenz,
(Heidelberg) die in Abwesenheit des Bundesjugendführers die Ehrengäste
begrüßten, wurden immer nervöser. Bereits kündigte sich ein neues
Fiasko an. Hinter der Bühne probte die Kapelle ein neues Stück. Durch
einen Regiefehler wurde der Vorhang aufgezogen: rauschender Beifall des
Publikums, das nun dachte, der Abend fange an! Aber es folgte nichts!
Der Einfall, daß die Kapelle so lange spielen sollte bis Albert Reich eintraf, war die Rettung. Eine viertel Stunde verspätet kam Albert Reich
und er fand bei seiner Ansage ein humorvolles Publikum vor, das sich
über die Improvisation sehr amüsierte und viel Verständnis zeigte,
obwohl Reich vorerst nur die ersten drei Blätter des Programms mitbrachte. Walburga Steffan
kopierte währenddessen im Hotel noch fleißig die restlichen Seiten.
Nach den Grußworten der Ehrengäste waren dann auch noch die letzten
Seiten der Rede eingetroffen und der Volkstumsabend konnte ohne weitere
Zwischenfälle abgewickelt werden." Ein anderes Beispiel
zeigt auch, daß noch so gute Vorbereitung und Organisation vor einer
Veranstaltung kein Garant für das reibungslose Gelingen ist.
Unmittelbar vor Beginn des 14.Bundestreffens 1984 in Kempten ereilte
den damaligen Bundesjugendführer Dieter Markgraf die Nachricht
vom Einsturz des Treppenhauses einer von uns belegten Schule. Nun war
guter Rat und schnelles Handeln gefragt. Beim 16.Bundestreffen 1986 in Geretsried
sorgte Sturm und Regen für ein mittleres Chaos um die
Verpflegungszelte. Im Großen und Ganzen kann die Bundesführung der EJ
aber auf bisher 27 mehr oder weniger gelungene bis sehr schöne
Bundestreffen mit besonderen Glanzpunkten zurück blicken. Beim
25.Bundestreffen in Ditzingen 1995 konnte die Bundesführung im Rahmen
des "Egerländer Notenbüchls" zwei verdiente und erfahrene "Alt-EJ`ler"
für die Teilnahme an 25 Bundestreffen in Folge ehren. Dies waren der
ehemalige Bundesjugendführer Dieter Markgraf und die langjährige Schriftführerin Sabine Müller (Bad Homburg). An dieser Stelle loben wir auch die EJ-Gruppen aus Bad Homburg, Geretsried, Ingolstadt, Offenbach und Stuttgart für die häufigste Teilnahme an den Bundestreffen der Egerland-Jugend. Publikationen der Egerland-Jugend - Gründung der Schallplattenstelle 1953 durch Seff Heil, womit mehrere Volktanzbegleitungen geschaffen wurden,
- EJ-Schulungsblätter von Albert Reich für die Gruppen der Egerland-Jugend 1957,
- Egerländer Tanzfibel und Egerländer Tanzweisen 1963, von Seff Heil,
- "Der Egerische Roja" 1972, Tanzbeschreibung von Seff Heil,
- Schallplatte "Egerländer Weihnacht" 1974, zusammengestellt von Lore und Seff Heil sowie Albert Reich,
- Schallplatte "Egerländer Notenbüchl" 1978, zusammengestellt von Seff Heil (Sulzbach-Rosenberg) und Winni Spannagl (München)
- "Der Schwertertanz zu Eger" 1980, Tanzbeschreibung von Günther Schermer und der EJ-Ingolstadt,
- "EJ-INFO" anfänglich der EJ-Bayern durch LJF Rainer Wießner (Heroldsberg) später von der Bundesführung (1983-94),
- "Der Egerische Roja" 1984, Tanzbeschreibung von Gerhard Kachler (Stuttgart),
- Prospekt der Egerland-Jugend im Mehrfarbdruck 1985,
- Egerländer Trachtenfibel 1986, mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für Trachten Leni Fritsch,
- Schallplatte "Egerländer Tanzweisen", EJ-Hessen, gespielt von den "Original Kaiserwald Musikanten",
- Bastelbogen eines Egerländer Vier-Seit-Hofes 1986, geschaffen von der EJ-Offenbach,
- CD "Unerhörtes Wunder", Weihnachtslieder mit Gruppen aus Geretsried, Stuttgart und Kalchreuth. Zusammengestellt 2000 von Dr. Hatto Zeidler aus Heidelberg.
Der
Förderpreis für Volkstumspflege der Sudetendeutschen Landsmannschaft
wurde an zahlreiche Gruppen und Personen der Egerland-Jugend seit der
Schaffung des Preises 1980 vergeben: - 1981 an die Egerländer Dudelsackmusik Heidelberg unter der Leitung von Mathias Baumann,
- 1982 an Peter Schmidt aus Regensburg,
- 1983 an die EJ-Nördlingen unter der Leitung von Alfred Pichl,
- 1985 an die EJ-Stuttgart unter der Leitung von Axel Riedl,
- 1986 an die Egerländer Familienmusik Hess aus Hirschhorn unter der Leitung von Heinz Hess,
- 1987 an die Egerländer Jugendblaskapelle Sulzbach-Rosenberg unter der Leitung von Willi Dürrschmidt,
- 1991 an die EJ-Geretsried unter der Leitung von Roland Hammerschmied,
- 1995 an die EJ-Ingolstadt unter der Leitung von Sieglinde Gotsch und Jenny Bartsch.
- 1996 an die Jungen Egerländer Musikanten aus Bubenreuth, unter der Leitung von Gerhard Erben,
- 2002 an das Blasmusik-Orchester der EJ-Bad Brambach unter der Leitung von Klaus Pletz.
Beim Sudetendeutschen Tag 1972 in Stuttgart erhielt die Egerländer Sing- und Spielschar Stuttgart - unter der Leitung von Albert Reich -, in der auch die EJ-Stuttgart mitwirkte, den Volkstumspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Der
Förderpreis zum Kulturpreis "Johannes von Tepl" wird alljährlich vom
Bund der Eghalanda Gmoin, dem Arbeitskreis-Egerländer-Kulturschaffender
und dem Landschaftsrat Egerland vergeben: Preisträger sind bisher: - 1997 die EJ-Geretsried unter der Leitung von Roland Hammerschmied,
- 2000 die Kinder- und Schülergruppe der EJ-Stuttgart unter der Leitung von Monika Grund,
- 2001 die EJ-Herborn unter der Leitung von Gerlinde Kegel und Christina Diederichs,
- 2002 die EJ-Offenbach unter der Leitung von Gerhard Roth und dem Bund der Deutschen – Landschaft Egerland, OG Netschetin-Preitenstein unter der Leitung von Richard Sulko.
Die Führungsmannschaften der Egerland-Jugend Die
Geschicke der Egerland-Jugend werden seit nunmehr 45 Jahren an
vorderster Spitze von nur sechs Bundesjugendführern im Laufe der Jahre
bestimmt. Dies waren: 1953 - 1956 Albin Theimer aus München (Neusattl bei Elbogen) 1956 - 1960 Seff Heil aus München (Altsattl bei Falkenau) 1960 - 1964 Albert Reich aus Stuttgart (Ebmeth bei Falkenau) 1964 - 1969 Seff Heil aus München (Altsattl bei Falkenau) 1969 - 1975 Albert Reich aus Stuttgart (Ebmeth bei Falkenau) 1975 - 1983 Günther Müller aus Iserlohn (Chiesch bei Luditz) 1983 - 1991 Dieter Markgraf aus Stuttgart (Eger) 1991 – 1999 Bernhard Glaßl aus Hungen (Zwodau bei Falkenau) seit 1999 Volker Jobst aus Rauenberg (Haslau bei Asch) Volker Jobst
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